Fraktionale Laser-Behandlung
Allgemeines zur Wirkungsweise
Bei der fraktionalen Laser-Therapie wird die (vorher durch eine Creme betäubte Hautoberfläche) mit extrem feinen,
dicht stehenden Laserimpulsen durchdrungen. Damit werden gezielt in den obersten Hautschichten feinste punktförmige
Mini-Verletzungen als Regenerations-Reize gesetzt.
Daraufhin kommt es in Ihrer Haut zu einer Abfolge mehrstufiger Regenerationsprozesse zur Wundheilung. Dazu gehören
die Freisetzung von Wachstumsfaktoren und Cytokinen, die zur Bildung von Fibroblasten (Unterhaut-Spezialzellen) führen,
die wiederum Kollagen und Elastin bilden und es in Ihrem Gewebe freisetzen.
Für ein optimales Ergebnis - in Abhängigkeit von der Diagnose - sind in der Regel mehrere Laserbehandlungen im
Abstand von 2 - 5 Wochen notwendig.
Nebenwirkungen und mögliche Komplikationen
- Relativ regelmäßig kommt es nach der Behandlung zu einem leichten bis mittleren Erythem (Hautrötung), dieses kann einige Tage anhalten und versschwindet mit dem Heilungsprozess.
- Eine seltene Nebenwirkung ist die Hautentzündung.
- Bei Patienten, die bereits unter Herpes simplex gelitten haben, kann dieser durch die Behandlung wieder aktiviert werden, daher empfiehlt sich dabei eine vorbeugende Medikamenteneinnahme.
- Seltener können durch die Behandlung Blutergüsse (Hämatome) hervorgerufen werden. Durch die "Einstiche" bei der Laser-Behandlung kommt es zu einer Mikroverletzung der Haut, die im medizinischen Sinne "vernarbt". Der gewollte Prozess der Wundheilung durch Bildung von neuem körpereigenen Fasergewebe kann sehr selten zu überschießender Narbenbildung = Keloiden führen. Patienten, die zu einer Keloidbildung (z. B. an anderen Narbenstellen) neigen, sind für bei der Laser-Behandlung evtl. nur bedingt geeignet.
- Bei einigen Patienten kann eine Hyperpigmentierung (vermehrte Bräunung) der Haut auftreten. Daher ist es unbedingt erforderlich, die behandelte Haut für mindestens 8 Wochen danach keinerlei Sonnen- und Solariumsbestrahlung auszusetzen. Bei Aufenthalt im Freien ist von März - Sept. tägliche Sonnencreme mit LSF 50 zu verwenden.
- In seltenen Fällen können auf vorbereitende / begleitenden Maßnahmen (z. B. Desinfektionsmittel, Latexhandschuhe, Betäubungscreme etc.) allergische Reaktionen auftreten wie z. B. Juckreiz, Hautausschlag, Herzklopfen, Blutdruckabfall, Atemnot.
Gegenanzeigen einer fraktionierten Laser-Behandlung
Patienten mit:
- aktivem Hautkrebs- oder Hautkrebsvorstufen im Behandlungsgebiet
- ansteckenden Hauterkrankungen (viralen Warzen, Pilz, bakterielle Infektion) im Behandlungsgebiet
- aktiver Akne oder aktiver Herpesinfektion im Behandlungsgebiet
- Blutverdünnungsmedikamenten wie Heparin oder Marcumar
- Allergie gegen die Inhaltsstoffe der verwendeten Lokalanästhetika
- Schwangerschaft oder Stillzeit
- unkontrollierte bzw. unzureichend behandelte Zuckerkrankheit
- Kortison-, Strahlen- oder Chemotherapie
- unzureichender Mitarbeit oder Unzuverlässigkeit in der Mitarbeit des Patienten
Allgemeine Verhaltensregeln
Ihre Mitarbeit ist eine unbedingte Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie, bitte beachten Sie vor Behandlungsbeginn:
- Eine Vorbehandlung für 2 - 4 Wochen vor der Behandlung mit speziellen Reinigungs- und Pflegepräparaten verbessert die Wirkung.
- Je nach Diagnose kann die Kombinationsbehandlung mit einem Peeling sinnvoll sein.
- Da Nikotin als Gefäßgift auch die Hautgefäße schädigt, sollte 6 Stunden vorher nicht geraucht werden.